Unsicherheiten und eine klare Stellungnahme zu
FOS OFML

 

Wir wurden immer wieder gefragt, ob man jetzt gezwungen wird auf die OFML-Schiene zu wechseln. Fast überall ist eine große Unsicherheit bezüglich FOS und/oder OFML zu spüren. Es bestehen Ängste, dass die OFML-Vermarktung teurer kommen könnte, als die bisherige Datenanlage. Manche hörten, dass es Bestrebungen gibt dass FOS ganz auslaufen zu lassen und dass nur noch OFML angeboten werden würde.

 

Ich Antworte hier mit einem klaren NEIN.
Nein man muss nicht auf OFML wechseln, sondern kann OFML zusätzlich bei Bedarf bei den Fachhändlern ergänzen.

 

FOS bleibt, aus unserer Sicht, erst einmal der Standard, von dem aus in die unterschiedlichen Planungssysteme konvertiert werden können.

 

·        BüroCAD

·        OFML-Planner

·        Arcon (Nero Shape)

·        3D-Office (Unitel)

·        CAP von 2020

·        Onlinekonfigurator

·        und andere Systeme

 

Diese Planungstools lassen sich aus einem Redundanzfreien FOS-Datenbestand konvertieren.

 

80% des Aufwandes der Datenanlage ist das anlegen der CAD-Geometrien. Dies geschieht trotz OFML-Standard immer noch in AutoCAD.

Dann müssen noch die kaufmännischen Daten angelegt werden. Diese Daten werden entweder direkt aus dem PPS-System des Herstellers konvertiert oder manuell erfasst. Der FOS-EPL-Standard ist wirklich nicht der beste gewesen und wird durch das OCD-Format ersetzt. Die meisten Systemhäuser haben das OCD befürwortet, weil dessen "offenes Format" allen Dienstleistern, Herstellern und Softwarehäusern im Normierungsausschuss des BSO offen stand. Dieses OCD-Format wird in Zukunft auch von den Softwarehäusern verarbeitet werden, welche das FOS-Format favorisieren.

 

Es wäre also, nach meiner Sicht und in der jetzigen Situation, unwirtschaftlich Daten direkt in OFML anzulegen, wenn man auch flexibel gegenüber den anderen Systemen bleiben möchte.

 

Wir garantieren, dass unsere Daten unter den oben genannten Planungsprogrammen laufen. Sollten wir dieses Versprechen nicht einhalten können, müssen Sie keinen Cent bezahlen, wenn wir Ihre Daten erstellt haben!

 

Ich betrachte den FOS-Standard (www.ARGE-OD.de  und wir verstehen unter FOS auch EPL, CAD-Daten und Materialdatenanlage) als die Datenbasis aus der die Daten redundanzfrei zur gewünschten Anwendung entnommen werden. Die Anwendung muss nicht ein Planungstool sein, sonder kann z. B. eine automatische Kataloggenerierung sein oder eine wortlose interaktive Bedienungsanleitung oder ein High-End-Renderprogramm wie 3D-Studio. Natürlich kann die Anwendung auch der OFML-Konverter sein, der die Daten nach OFML konvertiert.

 

Zwar sind die OFML-Daten zum Beispiel auch über den OFML-Konfigurator in Arcon und CAP planbar, aber der Anwender muss hier auch zwingend entsprechende Software lizenzieren. Bei einer „echten“ Konvertierung aus FOS nach Arcon oder einem anderen alternativen Planungstool, wird kein zusätzliches Programm benötigt.

 

Auch muss der Hersteller keine Lizenzgebühr zahlen, damit er seine FOS-Daten frei anbieten kann.

 

 

 

Wir denken, der jeweilige Fachhändler sollte in seiner individuellen Wahl der Planungssoftware unterstützt werden.

Mittlerweile können bereits 3 Planungstools FOS- und OFML-Daten in einer Planung verarbeiten. Der Trend geht weg von einem Datenformat hin zu Multiplanungssystemen, bei denen die Datenbasis eine untergeordnete Rolle spielt. Der Hersteller kann neu abwägen welche Datenbasis die wirtschaftlichste Lösung bietet.

 

Wichtig ist, dass sich alle Anwendungen aus einem Datenpool bedienen können. Diese Freiheit bietet nach unseren Erfahrungswerten momentan nur FOS. Wer Interproduktregeln braucht, um seine komplexen Objekte fehlerfrei planen zu können, sollte diese nach einer OFML-Konvertierung programmieren (lassen). Die standardisierten GO-Typen können wir bereits in der FOS-Datenanlage zuweisen. So entsteht ihnen bei den einfachen Aktionen wie Türen oder Schubladen öffnen, keine zusätzlichen Programmierkosten.

 

Gleichzeitig schreiben wir Konverter, welche Daten von und nach FOS/EPL ↔ OCD wandeln können. Das FOS-Format wird also auch in Zukunft den modernen Anforderungen der Technik gewachsen sein und Ausgangsbasis für andere Anwendungen sein. Übrigens: Die Systemhäuser der ARGE-OD berechnen für die Konvertierung von FOS in ihr System keine Kosten. Auch müssen die Daten nicht extra einzeln geprüft werden, da nach der Konvertierung keine manuellen Änderungen vorgenommen werden müssen.

 

Falls viele Ihre Fachhändler OFML-Daten benötigen, weil sie nur über die kostenfreien Planungswerkzeuge verfügen, empfehlen wir:

 

 

Autor: Dipl.-Ing. Daniel Bodenhöfer